Pforzheim (Stadtkreis)(PF)

Baden-Württemberg

Mit großer Bestürzung und Fassungslosigkeit hat der Pforzheimer Oberbürgermeister Peter Boch auf den Anschlag auf dem Magdeburger Weihnachtsmarkt reagiert: „Nach dieser furchtbaren und feigen Tat sind unsere Gedanken bei den Opfern und ihren Angehörigen. Dieser Terror an einem Ort, der in der besinnlichen Zeit des Jahres für Freude und Gemeinschaft steht, macht mich tief betroffen.“

Für den Weihnachtsmarkt in Pforzheim werden bereits seit Jahren umfangreiche Sicherheitsvorkehrungen getroffen, die kontinuierlich überprüft und weiter verbessert werden. Angesichts des Terrors in Magdeburg wurden diese Maßnahmen, in enger Abstimmung mit dem Polizeipräsidium Pforzheim, nun erneut verstärkt, um die Sicherheit der Bürgerinnen und Bürger zu gewährleisten. Zu den Maßnahmen zählt unter anderem eine verstärkte Polizeipräsenz rund um den und auf dem Weihnachtsmarkt. Darüber hinaus werden die Zugänge zum Areal des Weihnachtsmarkts besser gegen kleinere Fahrzeuge geschützt. Hierzu werden die Zugänge durch Fahrzeuge des Sicherheitsdienstes blockiert. Diese sind dauerhaft besetzt, sodass die Zugänge im Notfall für Krankenwagen umgehend geöffnet werden können.

Um der Trauer über die Opfer des Anschlags in Magdeburg Ausdruck zu verleihen, wird auf dem Weihnachtsmarkt auf dem Marktplatz keine Musik gespielt. Zudem wird es um 19 Uhr eine Schweigeminute für die Terroropfer geben, die vom Deutschen Schaustellerbund initiiert wurde.

Quelle Pressemitteilung: Stadt Pforzheim

https://www.pforzheim.de/stadt/aktuelles/pressemeldungen/s1/article/detail/News/gedenkminute-fuer-die-opfer-des-terrors-in-magdeburg.html

Newsflash: Pforzheim und Region

Die Villa Rustica im Kanzlerwald im Pforzheimer Stadtwald Hagenschieß ist eine der besterhaltenen römischen Anlagen in Baden. Die Grundmauern der Villa sind vollständig freigelegt und zeigen die Größe und Struktur des ehemaligen römischen Gutshofs. Die Anlage wurde im Jahr 1832 entdeckt und durch die Publikationen von Julius Naeher und Ernst Wagner als archäologisches Denkmal bekannt gemacht.

Die Überreste stammen aus der ersten Hälfte des zweiten Jahrhunderts und umfassen eine nahezu quadratische Umfassungsmauer mit einer Seitenlänge von etwa 95 Metern und einer Stärke von 60 cm, die verschiedene Gebäude und einen Brunnen der Anlage umschließt. Innerhalb der Umfassungsmauer sind die Grundmauern eines Hauptgebäudes, eines Badehauses sowie von drei Vorrats- und Gesindehäusern mit einem Brunnen zu erkennen. Die Villa war über ein Nord- und ein Südtor zugänglich. Um 263 n. Chr., als der Limes von den Germanen überrannt wurde, wurde die Villa aufgegeben.

Die ersten Untersuchungen des Gutshofs fanden 1832 unter der Leitung von Oberforstrat Arnsperger statt. Julius Naeher erstellte 1879 den ersten Grundrissplan, der später von den Pforzheimer Architekten Alfred Waag und J. Koch nach weiteren Grabungen erweitert wurde. Zwischen 1966 und 1975 wurde die Villa Rustica vom Landesdenkmalamt ausführlich untersucht und restauriert. Die sichtbaren Grundmauern wurden dabei mit einer schützenden Mörtelschicht abgedeckt. Seitdem ist die Anlage öffentlich zugänglich. Ein Modell der Villa Rustica kann im Archäologischen Schauplatz Kappelhof besichtigt werden. Zu den Funden der Ausgrabungen gehören unter anderem auch Terra-Sigillata-Scherben.

Die Villa Rustica ist ein bedeutendes Zeugnis der römischen Geschichte in der Region und bietet Einblicke in das Leben und die Architektur der römischen Gutshöfe.

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