Pforzheim (Stadtkreis)(PF)

Baden-Württemberg

Am Montag, den 16. September, um 19 Uhr, wird der renommierte Historiker und Lehrer Dr. Christian Könne im Stadtarchiv Pforzheim einen aufschlussreichen Vortrag zum Thema „Darstellung der Reformation in Lehrplänen und Schulbüchern der Bundesrepublik und der DDR“ halten. Der Vortrag, der sowohl im Stadtarchiv als auch digital über ein Meeting-Tool zugänglich ist, wird die Besucher durch die unterschiedlichen Darstellungen der Reformation in den Lehrplänen und Geschichtsbüchern der beiden deutschen Staaten führen.

Ein besonderes Augenmerk wird dabei auf die Frage gelegt, ob Johannes Reuchlin in den Materialien vorgestellt wird. Dr. Könne wird die verschiedenen Sichtweisen und Interpretationen der Reformation in den Schulbüchern der Bundesrepublik und der DDR analysieren und so Einblicke in die historische Bildung der beiden Staaten geben.

Die Veranstaltung findet als Hybridveranstaltung statt und bietet sowohl die Möglichkeit, vor Ort im Stadtarchiv Pforzheim, Kronprinzenstr. 24 a, 75177 Pforzheim, teilzunehmen, als auch digital über ein Meeting-Tool. Bitte beachten Sie, dass die Teilnehmerzahl vor Ort begrenzt ist und die Veranstaltung nicht barrierefrei ist.

Interessierte können sich unter Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein. oder telefonisch unter 07231 39-2899 anmelden.

Newsflash: Pforzheim und Region

Das Kulturhaus Osterfeld in Pforzheim ist ein bedeutendes Kulturzentrum, das seinen Ursprung in einem historischen Gebäude hat. Eröffnet am 2. September 1994, befindet sich das Kulturhaus in der Osterfeldstraße 12, im ehemaligen Gebäude der größten Volksschule des Landes Baden, die von 1904 bis 1907 erbaut wurde. Das historische Gebäude, entworfen von Stadtbaumeister Alfons Kern, steht unter Denkmalschutz und spiegelt die bewegte Geschichte der Stadt wider.

Geschichte des Gebäudes

Während des Ersten und Zweiten Weltkriegs diente das Gebäude als Lazarett. Nach dem Krieg wurde es zunächst als Rathaus genutzt, bevor es ab 1948 als Theaterprovisorium diente. Im Jahr 1991 wurde der Gebäudekomplex zur Unterbringung von Asylbewerbern und Kriegsflüchtlingen genutzt. Ein Brandanschlag im Oktober 1991 führte zu einer Bürgerinitiative gegen Rassismus und Ausländerfeindlichkeit. Diese Initiative war ein bedeutender Moment auf dem Weg zur Umgestaltung des Gebäudes in ein Kulturzentrum.

Entstehung des Soziokulturellen Zentrums

Die Initiative zur Schaffung des Kulturhauses begann 1990, und der Umbau wurde durch über 12.000 ehrenamtliche Arbeitsstunden sowie breite Unterstützung aus der Bevölkerung und dem Förderverein für das Kulturhaus Osterfeld e.V. ermöglicht. Die feierliche Eröffnung fand am 2. September 1994 statt, und das Kulturhaus hat sich seitdem zu einem zentralen Anlaufpunkt für Kunst, Kultur und soziale Begegnungen in Pforzheim entwickelt.

Das Kulturhaus Heute

Das Kulturhaus Osterfeld ist ein lebendiger Ort für die freie Kunst-, Kultur- und Theaterszene. Es bietet Raum für ein breites Spektrum an Aktivitäten, darunter künstlerische und kulturelle Projekte, Theaterproduktionen sowie Kurse und Treffs für verschiedene gesellschaftliche Gruppen. Das Zentrum ist ein Beispiel für Soziokultur, die bürgerschaftliches Engagement und kreative Kompetenzen fördert. Es ermöglicht interkulturelle Begegnungen, bietet kulturpädagogische Angebote für Kinder und Jugendliche und bildet nachhaltige Netzwerke.

Mit jährlich bis zu 150.000 Besuchern und Nutzern sowie durchschnittlich über 12 Belegungen pro Tag ist das Kulturhaus Osterfeld ein wichtiger Bestandteil des kulturellen Lebens in der Region. Es arbeitet mit über 70 Partnern zusammen und finanziert sich durch institutionelle Förderung und eigen erwirtschaftete Mittel, wobei letzteres einen signifikanten Teil des Haushalts ausmacht.

Besucher des Kulturhauses Osterfeld können sich auf eine Vielzahl von Veranstaltungen und Aktivitäten freuen, die das kulturelle Leben in Pforzheim bereichern und die Vielfalt der Kunst- und Kulturszene fördern.

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