Pforzheim (Stadtkreis)(PF)

Baden-Württemberg

ENZKREIS/PFORZHEIM. Das Gesundheitsamt Enzkreis, zuständig auch für die Stadt Pforzheim, hat einen neuen Leiter: Domenik Henk. Am Montag, dem 15. Januar, überreichte Landrat Bastian Rosenau die Ernennungsurkunde an den 38-jährigen Arzt – eine symbolische Geste, die Henk an seinem Geburtstag doppelt feierte.

Wechsel nach langer Vakanz

Henk tritt die Nachfolge von Brigitte Joggerst an, die bereits im Oktober 2023 zum Gesundheitsamt Karlsruhe gewechselt war. Dort war Henk seit 2018 tätig und leitete zuletzt das Sachgebiet Einschulungsuntersuchung im Kinder- und Jugendgesundheitsdienst. Seine medizinische Ausbildung absolvierte der gebürtige Karlsruher in Heidelberg, Gießen und Freiburg. Praktische Erfahrungen sammelte er unter anderem im Diakonissenkrankenhaus Karlsruhe-Rüppurr, in der Kinder- und Jugendmedizin in Speyer sowie während eines Auslandspraktikums in Nairobi, Kenia.

Erfahren und bereit für die Herausforderung

Landrat Rosenau und die stellvertretende Landrätin Dr. Hilde Neidhardt zeigten sich erfreut über die Besetzung:
„Mit Domenik Henk haben wir einen kompetenten Arzt gewonnen, der viel Erfahrung im Öffentlichen Gesundheitsdienst mitbringt,“ so Neidhardt. Besonders in Krisenzeiten, wie während der Corona-Pandemie, habe sich die Bedeutung dieses Bereichs eindrücklich gezeigt.

Ein Vorteil sei zudem, dass Henk bereits mit der Doppelfunktion eines Gesundheitsamts – Zuständigkeit für Landkreis und kreisfreie Stadt – vertraut ist. Die Leitung des Amtes während der Vakanz wurde von Angelika Edwards, der stellvertretenden Leiterin, hervorragend gemeistert, betonte Rosenau.

Henk setzt auf Digitalisierung und Netzwerke

Domenik Henk selbst blickt optimistisch auf seine neue Aufgabe:
„Ich möchte meine Erfahrung mit vielen Netzwerkpartnern einsetzen, bestehende Kooperationen fortführen und das Gesundheitsamt Enzkreis weiter voranbringen.“ Dabei setzt er auf die Digitalisierung, ein Bereich, in dem er im Karlsruher Amt bereits federführend tätig war. Zunächst jedoch möchte er die Zusammenarbeit mit seinem neuen Team stärken.

Mit Domenik Henk steht das Gesundheitsamt Enzkreis nun unter einer Leitung, die moderne Ansätze und fundierte Erfahrung vereint, um den Anforderungen der Zukunft gerecht zu werden.

Quelle Pressemitteilung: Stadt Pforzheim

 

Newsflash: Pforzheim und Region

Erleben Sie die faszinierende Burgruine Kräheneck, ein beeindruckendes Überbleibsel der mittelalterlichen Wehrarchitektur, das majestätisch auf einem Bergsporn über dem Nagoldtal thront. Die Ruine liegt im Stadtteil Dillweißenstein in Pforzheim, Baden-Württemberg, und bietet einen eindrucksvollen Blick in die Geschichte der Region.

Geschichte und Architektur

Die Burgruine Kräheneck, auch als Creinegg bekannt, wurde im 11. Jahrhundert von den Herren von Weißenstein, damals noch als Herren von Kräheneck bezeichnet, erbaut. Erste urkundliche Erwähnung fand die Burg im Jahr 1194. Die imposante Spornburg liegt etwa 300 Meter Luftlinie von der tiefergelegenen Burgruine Weißenstein entfernt und scheint ursprünglich als Erweiterung oder Verteidigungsbau für Weißenstein geplant gewesen zu sein.

Die Kräheneck-Ruine ist als Schildmauerburg konzipiert, eine Bauweise, bei der eine massive Mauer den Hauptschutz bot, während keine Wirtschaftsgebäude oder zusätzliche Gebäude innerhalb der Anlage vorhanden waren. Diese Tatsache deutet darauf hin, dass Kräheneck möglicherweise ein nicht vollendeter Bau war.

Erhaltungszustand und Besonderheiten

Die Ruine ist besonders durch ihre monumentale Schildmauer geprägt, die bis zu zehn Meter hoch und knapp vier Meter breit ist. Diese Mauer ist aus gehämmerten roten Sandsteinquadern errichtet und wird von einem Graben vorgelagert. Im nördlichen Bereich der Mauer befindet sich eine erhaltene Kammer mit einer Schießscharte und einer Wendeltreppe. Auch Reste eines südlichen Gegenstücks sind noch zu erahnen. Besonders bemerkenswert ist die Stufung seitlich des Halsgrabens, die zeigt, wie die Steine für die Mauer bearbeitet wurden.

Renovierungen und Nutzung

Die erste Renovierung der Burgruine fand 1883 statt, gefolgt von einer weiteren Restaurierung im Jahr 1972. Seit 1936 ist die Kräheneck als Baudenkmal im Verzeichnis der Baudenkmäler des Amtsbezirks Pforzheim verzeichnet.

Die Burg hat sich auch als Kulturstätte etabliert. Im Jahr 1928 wurden die ersten Burgfestspiele veranstaltet, und diese Tradition wurde bis 1939 fortgeführt. Seit einigen Jahren wird diese Tradition im Frühsommer von verschiedenen Vereinen wiederbelebt. Die Kräheneck-Sommerspiele bieten Ihnen die Möglichkeit, ein Stück mittelalterliche Atmosphäre in einer einzigartigen Kulisse zu erleben.

Besonderheiten

Besuchen Sie die Burgruine Kräheneck, um in die Geschichte einer unvollendeten mittelalterlichen Festung einzutauchen und die beeindruckenden Überreste der Schildmauer zu bewundern. Die Ruine ist nicht nur ein historisches Relikt, sondern auch ein lebendiger Ort für kulturelle Veranstaltungen, die das mittelalterliche Erbe der Region feiern. Genießen Sie die eindrucksvolle Architektur und die Atmosphäre eines historischen Ortes, der seit Jahrhunderten Geschichte schreibt.

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