Pforzheim (Stadtkreis)(PF)

Baden-Württemberg

Inside Out-Projekt von JR in Pforzheim: Ein Fotomosaik des Quartiers

Pforzheim – Vom 12. bis 14. Juli 2024 war der Fototruck des weltweit bekannten Inside Out-Projekts des französischen Künstlers JR zu Gast im EMMA – Kreativzentrum Pforzheim und dem A.K.T. Über 600 Personen nahmen an der Aktion teil und wurden porträtiert, was ein beeindruckendes und vielfältiges Mosaik aus Anwohnenden des Quartiers, Studierenden und Lehrenden der Hochschule Pforzheim, Kreativschaffenden und Passanten schuf.

Einzigartige Kunstinstallation

Die Porträts wurden direkt vor Ort ausgedruck und an den Wänden des EMMA – Kreativzentrum Pforzheim sowie des A.K.T. und auf dem Boden der ehemaligen Männerschwimmhalle angebracht. Diese großformatigen Bilder bieten einen lebendigen Überblick über die Vielfalt der Gemeinschaft und sind noch bis zum 18. August 2024 zu sehen. Die Fotos im Außenraum sind für die Öffentlichkeit frei zugänglich.

Besichtigungsmöglichkeiten

Für Interessierte gibt es die Möglichkeit, die alte Schwimmhalle an vier Sonntagen zu besichtigen:

  • 28. Juli 2024
  • 4. August 2024
  • 11. August 2024
  • 18. August 2024

Die Führungen finden jeweils von 15 bis 17 Uhr statt. Treffpunkt ist die Eingangshalle des EMMA. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich, jedoch muss gegebenenfalls mit Wartezeiten gerechnet werden, da immer nur fünf Personen gleichzeitig die Schwimmhalle betreten können.

Zum Projekt „Inside Out“

Das „Inside Out“-Projekt ist ein globales, partizipatives Kunstprojekt, das darauf abzielt, Menschen eine Stimme zu geben, insbesondere jenen, die sonst oft ungehört bleiben. Inspiriert von JR's großflächigen Collagen auf Straßen und Gebäuden, ermöglicht „Inside Out“ es den Teilnehmern, ein Porträt von sich machen zu lassen, das als großes Schwarz-Weiß-Poster vor Ort ausgedruckt wird. Diese Plakate werden dann im öffentlichen Raum installiert und schaffen so ein Werk der öffentlichen Kunst.

JR startete das Projekt im Jahr 2011, nachdem er den renommierten TED Prize gewonnen hatte. Seitdem haben 560.000 Menschen aus 152 Ländern an dem Projekt teilgenommen. Die Poster wurden bereits an prominenten Orten wie dem Times Square in New York und der Tower Bridge in London ausgestellt.

Weitere Informationen

Fotos der Aktion sowie alle Porträts und Audioaufnahmen, die während der Aktion aufgenommen wurden, sind auch online abrufbar. Interessierte können weitere Details und Eindrücke auf den Projektseiten im Internet finden.

Newsflash: Pforzheim und Region

Die evangelische Auferstehungskirche befindet sich in der Mathystraße 10 im Rodgebiet der Pforzheimer Südweststadt und gehört zur Johannesgemeinde. Sie wurde als Notkirche nach dem Zweiten Weltkrieg errichtet und war die erste Kirche, die nach dem Konzept des Architekten Otto Bartning gebaut wurde.

Geschichte

Nach der Zerstörung Pforzheims am 23. Februar 1945 und dem damit verbundenen Anstieg der Bevölkerung durch die Aufnahme von Flüchtlingen und Vertriebenen entstand ein großer Bedarf an neuen Gottesdienststätten. Die Auferstehungskirche wurde in den Jahren 1946–1948 nach dem Programm von Otto Bartning errichtet, einem der bedeutendsten Architekten für Notkirchen in der Nachkriegszeit. Der erste Spatenstich erfolgte symbolisch am 8. Mai 1946, dem ersten Jahrestag des Kriegsendes. Die Kirche wurde am 24. Oktober 1948 eingeweiht und diente als Vorbild für die 42 weiteren Notkirchen, die Bartning in dieser Zeit plante.

Beschreibung

Architektur

Die Auferstehungskirche ist eine zeltartige Holzkonstruktion mit überschaubaren Raumabmessungen. Die Architektur zeichnet sich durch eine polygonale Apsis und einen massiven rechteckigen Turm aus. Der äußere Bau ist mit aus Trümmerschutt geborgenen roten und gelben Buntsandsteinquadern verkleidet, während das Innere der Kirche mit Backstein verkleidet ist. Der Turm wurde 1954 erhöht, um zusätzliche Funktionalität zu gewährleisten.

Ausstattung

  • Altarmensa und Taufstein: Beide wurden von Otto Bartning gestaltet, dem Architekten der Kirche.
  • Altarkreuz: Ein spätgotisches Holzaltar-Kruzifix aus etwa dem Jahr 1440, das ursprünglich auf dem Friedhof des Dominikanerinnenklosters hing und später in die Stadtkirche St. Stefan überführt wurde. Nach einem schweren Bombenangriff wurde es restauriert und fand seinen Platz in der Auferstehungskirche.
  • Fenster: Die Kirche hatte ursprünglich neutrale Fensterbänder, die 1966 durch abstrakt gestaltete Glasfenster von Klaus Arnold ersetzt wurden. Diese Fenster haben eine Grundfarbe in Blau und zeigen jeweils sechs ähnliche, in Weiß und Rot gestaltete Figuren.

Für detailliertere Informationen über die Auferstehungskirche und ihre Geschichte können folgende Quellen genutzt werden:

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