Pforzheim (Stadtkreis)(PF)

Baden-Württemberg

Das Technische Museum der Pforzheimer Schmuck- und Uhrenindustrie ist ein einzigartiger Ort, der die reiche Geschichte und Kultur dieser traditionsreichen Industrien lebendig werden lässt. Im ehemaligen Fabrikgebäude von Kollmar & Jourdan, einem prächtigen Beispiel für Industriearchitektur im Jugendstil, können Besucher die Entwicklung und die technischen Innovationen der Schmuck- und Uhrenherstellung erkunden.

Das Museum bietet einen umfassenden Einblick in die verschiedenen Produktionsschritte und Techniken, die zur Herstellung von Schmuck und Uhren notwendig sind. In der Schmuckabteilung im Erdgeschoss werden an 18 Stationen die einzelnen Arbeitsschritte vom Rohmaterial bis zum fertigen Schmuckstück gezeigt. Die Uhrenabteilung im ersten Stockwerk befasst sich mit allen wesentlichen Schritten der Uhrenfabrikation, von der Montage bis zur Prüfung und Verpackung.

Ein besonderes Highlight ist die Live-Demonstration von historischen Maschinen durch ehemalige Mitarbeiter der Schmuck- und Uhrenindustrie. Besucher können beobachten, wie Goldschmiede, Stahlgraveure, Guillocheure und Kettenmechaniker ihre Handwerkskunst an den originalen Arbeitsplätzen der Kollmar & Jourdan AG unter Beweis stellen.

Das Technische Museum ist nicht nur ein Ort der Erinnerung, sondern auch ein Ort der Begegnung mit der industriellen Gegenwart. Es präsentiert aktuelle Unternehmen der Schmuck- und Uhrenindustrie sowie innovative Dienstleistungen, die aus den traditionellen Kompetenzen der Pforzheimer Industrie entstanden sind.

Ein Besuch im Technischen Museum ist ein unvergessliches Erlebnis für alle, die sich für die Geschichte und die Zukunft der Schmuck- und Uhrenindustrie interessieren. Tauchen Sie ein in die faszinierende Welt der Pforzheimer Traditionsindustrien und entdecken Sie die beeindruckende Vielfalt und Qualität der hier hergestellten Produkte.

Newsflash: Pforzheim und Region

Das Stadttheater Pforzheim, auch als Theater Pforzheim bekannt, ist das zentrale Theater der Stadt Pforzheim in Baden-Württemberg. Es befindet sich am Waisenhausplatz direkt an der Enz und verfügt über zwei Spielstätten: Das Große Haus mit 511 Sitzplätzen und das Podium, das mit einer variablen Bestuhlung Platz für bis zu 193 Zuschauer bietet. Das 1990 nach den Plänen des Architekten Bodo Fleischer errichtete Theatergebäude ist ein Drei-Sparten-Haus, in dem Theateraufführungen, Opern, Operetten, Ballett, Konzerte und Musicals dargeboten werden. Das Orchester des Hauses ist die Badische Philharmonie Pforzheim.

Die Geschichte des Theaters in Pforzheim reicht bis ins Jahr 1803 zurück, als in der Theaterstraße das sogenannte Komödienhaus als Spielstätte für reisende Schauspieltruppen eingerichtet wurde. Nach der Schließung und dem Abriss des baufälligen Komödienhauses 1888 setzte sich ein 1885 gegründeter Theaterverein für ein neues Theater ein. Schließlich wurde 1900 ein von Alfons Kern geplanter Saalbau in der Jahnstraße eingeweiht, der Platz für rund 2.000 Zuschauer bot. Der Kapellmeister Hans Leger schuf 1933 das erste reguläre Drei-Sparten-Theater in Pforzheim. Nach der Zerstörung im Zweiten Weltkrieg wurde bereits kurz nach Kriegsende wieder Theater gespielt, zunächst in provisorischen Räumen. 1948 fand das Theater in der Osterfeldschule eine neue Heimat, bevor es 1990 in die heutigen Räumlichkeiten am Waisenhausplatz umzog. Zur Eröffnung wurde Mozarts "Zauberflöte" aufgeführt.

Unter dem Namen "Städteoper Südwest" tritt das Pforzheimer Ensemble seit 1959 auch in theaterlosen Städten in Baden-Württemberg, der Schweiz und Österreich auf. Im Jahr 2005 beschäftigte das Theater rund 200 Mitarbeiter und verfügte über einen Jahresetat von etwa 12 Millionen Euro. In einer Spielzeit werden in der Regel acht Schauspielinszenierungen, sechs Sinfoniekonzerte, vier Opern, drei Musicals oder Operetten, zwei Ballettabende sowie ein Kindertheaterstück aufgeführt. Trotz anfänglich hoher Besucherzahlen stagnieren diese seit einigen Jahren, was zu einem Publikumsschwund führte.

Die Leitung des Theaters wechselte mehrfach. Nach dem Weggang des Intendanten Georg Köhl 2003 übernahm ein Führungstrio die Leitung, bestehend aus dem Generalmusikdirektor, Verwaltungsdirektor und Schauspieldirektor. Diese Struktur wurde 2015 wieder durch eine zweigliedrige Leitung ersetzt. Seit der Spielzeit 2022/2023 ist Markus Hertel Intendant des Stadttheaters Pforzheim.

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