Pforzheim (Stadtkreis)(PF)

Baden-Württemberg

Stadt Pforzheim: Übergabe der Leitung des Fifty-Fifty-Einsparprojekts an die keep gGmbH

Seit 2014 fördert die Stadt Pforzheim erfolgreich das Fifty-Fifty-Einsparprojekt an Schulen und Kindergärten. Ab dem kommenden Schuljahr übernimmt die Klimaschutz- und Energieagentur Enzkreis Pforzheim (keep gGmbH) die Leitung des Projekts.

Projektübersicht:

  • Beteiligung: Aktuell sind 26 Schulen und 14 Kindergärten beteiligt.
  • Teilnehmende: Energieteams bestehen aus Kindern und Jugendlichen, Erzieher*innen, Lehrkräften und Hausmeistern.
  • Ziele: Einsparung von Strom, Wasser und Wärme sowie Umsetzung von Klimaschutzmaßnahmen wie Müllvermeidung.
  • Prinzip: Die Einsparungen werden nach dem Fifty-Fifty-Prinzip aufgeteilt – die Hälfte bleibt in der Einrichtung, die andere Hälfte fließt in den städtischen Haushalt.

Zitate: Carmen Klein, Projektleiterin bei der keep, äußerte sich: „Bei diesem Projekt lernen Kinder und Jugendliche, dass sie durch ihr Handeln etwas bewirken können. Das ist von unschätzbarem Wert. Ich freue mich darauf, ab dem kommenden Schuljahr dieses erfolgreiche Projekt übernehmen zu dürfen.“

Zukünftige Pläne: Die keep wird das Projekt weiterentwickeln und möglicherweise auf weitere Einrichtungen ausweiten. Mit der Übernahme übernimmt die keep einen zentralen und kompetenten Ansprechpartner für Klimaschutz und Energie in der Region und trägt zur Umsetzung der Pforzheimer Klimaschutzstrategie bei.

Newsflash: Pforzheim und Region

Der Gasometer Pforzheim, ein markantes Industriedenkmal in Baden-Württemberg, wurde 1912 als Niedrigdruck-Gasbehälter errichtet und diente bis 2003 als Zwischenspeicher für Gas. Seine ursprüngliche Funktion war es, das in der Stadt Pforzheim produzierte Gas für verschiedene Zwecke wie Beleuchtung, Heizen und Kochen zu speichern. Der Gasometer selbst stand in einem zehn Meter hohen Wasserbassin und konnte auf eine Höhe von bis zu 40 Metern ausgezogen werden, mit einem Durchmesser von etwa 40 Metern.

Die Geschichte der Gasversorgung in Pforzheim begann bereits 1852, als die Gebrüder August und Moritz Benckiser einen Vertrag mit der Stadt abschlossen, um Straßen, Plätze und öffentliche Gebäude mit Gaslicht zu versorgen. Das erste Gaswerk wurde am Rand des Eisenwerks der Familie Benckiser am Enzufer errichtet. Über die Jahre hinweg fand das Gas vielseitige Verwendung, weit über die Beleuchtung hinaus, und wurde zu einem wesentlichen Bestandteil des täglichen Lebens in Pforzheim.

Nach der Stilllegung des Gasometers im Jahr 2003 begann eine Phase der Umstrukturierung und Neugestaltung, die 2005 ihren Anfang nahm, als der Speicherraum gasfrei gemacht wurde. Verschiedene Konzepte zur Weiternutzung des imposanten Bauwerks wurden diskutiert, und schließlich fiel im Februar 2013 die Entscheidung, den Gasometer für kulturelle Zwecke zu nutzen. Diese Entscheidung führte zu einer umfassenden Umgestaltung und einem neuen Innenausbau des Bauwerks.

Seit 2014 dient der Gasometer als eindrucksvoller Schauplatz für die Präsentation von Panoramabildern des renommierten Künstlers Yadegar Asisi. Die erste Ausstellung, "Rom 312", markierte den Beginn einer Reihe faszinierender Panoramen, die den Besuchern ein immersives Kunsterlebnis bieten. Betrieben wird der Gasometer vom Parkhotel Pforzheim unter der Leitung von Wolfgang Scheidtweiler.

Der Gasometer Pforzheim ist heute ein lebendiges Beispiel für die erfolgreiche Transformation eines historischen Industriegebäudes in ein modernes Kulturzentrum. Er bietet nicht nur einen Einblick in die industrielle Vergangenheit der Stadt, sondern auch ein einzigartiges Erlebnis, das Kunst und Geschichte in einer beeindruckenden Umgebung miteinander verbindet.

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