Pforzheim (Stadtkreis)(PF)

Baden-Württemberg

Das Stadtmuseum Pforzheim befindet sich in der ehemaligen Kirche St. Martin und im Alten Schulhaus in Pforzheim, Baden-Württemberg. Seit 1974 beherbergt es die städtische Sammlung und bietet einen umfassenden Einblick in die Geschichte der Stadt. Die Adresse des Museums lautet Westliche Karl-Friedrich-Straße 241/243.

Die Geschichte des Museums beginnt 1897 mit der Gründung der städtischen Altertumssammlung auf Initiative von Alfons Kern. Im Jahr 1924 wurde das Reuchlinmuseum auf dem Schlossberg eröffnet, welches jedoch am 23. Februar 1945 durch einen Bombenangriff zerstört wurde. 1952 eröffnete das Heimatmuseum im Archivbau auf dem Schlossberg erneut seine Türen und zog 1961 ins Reuchlinhaus in der Jahnstraße 42 um. Schließlich fand das Museum 1974 seinen Platz in der profanierten Kirche St. Martin und dem benachbarten ehemaligen Schulhaus im Stadtteil Brötzingen. Seit 1995 trägt es den Namen Stadtmuseum Pforzheim.

Die Dauerausstellung des Stadtmuseums Pforzheim ist in drei Hauptbereiche gegliedert: „Von Flößern und Goldschmieden“, „Von der Fürstenhochzeit“ und „Der Zerstörung 1945“. Diese Bereiche bieten den Besuchern einen detaillierten Einblick in die historischen und kulturellen Aspekte der Stadt Pforzheim. Zusätzlich zur Dauerausstellung organisiert das Museum regelmäßig Sonderausstellungen, wie zum Beispiel im Jahr 2018 die Ausstellung „Pforzheim und seine Partnerstädte“, die verschiedene Facetten der internationalen Beziehungen der Stadt beleuchtete.

Das Stadtmuseum Pforzheim ist ein wichtiger Ort für die Erhaltung und Präsentation der Stadtgeschichte und bietet Einblicke in die Entwicklung und kulturellen Hintergründe von Pforzheim.

Newsflash: Pforzheim und Region

Die Bergkirche in Büchenbronn ist eine evangelische Pfarrkirche im Stadtteil Büchenbronn von Pforzheim, Baden-Württemberg. Die Kirche ist aufgrund ihrer historischen Bedeutung und ihrer Architektur als Kulturdenkmal geschützt.

Geschichte

  • Erbauung: Eine erste Kapelle wurde vermutlich um 1400 von Brötzingen aus errichtet und erscheint erstmals urkundlich im Jahr 1442. Der Turmsockel der heutigen Kirche stammt aus dieser Zeit.
  • Erste Veränderungen: Im 16. Jahrhundert wurde die Kapelle zu einer eigenständigen Pfarrei erhoben, und die Reformation wurde eingeführt. Ursprünglich war die Kapelle Unserer lieben Frau geweiht; ihre heutige Bezeichnung „Bergkirche“ rührt von der exponierten Lage auf einem Hügel her.
  • 19. Jahrhundert: 1780 wurde die Kirche durch ein erweitertes Langhaus vergrößert. Zwischen 1900 und 1901 wurde das Langhaus erneut vergrößert, wobei der südliche Teil noch die Grundmauern von 1780 bewahrt, während nach Norden hin eine kreuzförmige Erweiterung vorgenommen wurde.
  • Zweiter Weltkrieg: Die Kirche erlitt nur geringe Schäden durch Artilleriebeschuss, und Glocken mussten in beiden Weltkriegen zu Rüstungszwecken abgeliefert werden.
  • Nachkriegszeit: Ab 1946 diente die Bergkirche auch der römisch-katholischen Gemeinde, bis diese 1965 ihre eigene Heilig-Kreuz-Kirche einweihen konnte. 1974/75 wurde die Kirche umfassend renoviert.
  • Friedhof: Der ursprüngliche Friedhof um die Bergkirche wurde im frühen 19. Jahrhundert erweitert, aber im späten 19. Jahrhundert aufgegeben. Ein neuer Friedhof wurde 1895 eingeweiht, gefolgt von einem weiteren im Jahr 1987.

Beschreibung

  • Grundriss: Die Kirche hat einen kreuzförmigen Grundriss mit dem Altarbereich nach Norden ausgerichtet. Der quadratische Kirchturm befindet sich im südöstlichen Winkel des Kreuzes. Dieser Turm hat seinen Ursprung im frühen 15. Jahrhundert.
  • Langhaus: Das Langhaus wurde zwischen 1900 und 1901 erbaut und ist nach Süden hin mit einem turmartigen Vorbau versehen.
  • Sakristie: Eine Sakristei ist im nordwestlichen Kreuzwinkel integriert.
  • Innengestaltung: Der Innenraum wird von einer offenen hölzernen Tonnendecke überspannt und weist eine farbige Ausgestaltung mit Elementen der bäuerlichen Volkskunst auf. Reste spätgotischer Wandmalereien im Turmsockel zeigen Szenen aus dem Leben Christi.
  • Kruzifix: Ein Lindenholzkruzifix an der Ostwand der Kirche stammt aus dem 16. Jahrhundert.

 

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