Pforzheim (Stadtkreis)(PF)

Baden-Württemberg

Pforzheim – Das Kinderplanschbecken im Wartbergfreibad ist aufgrund der Überschreitung der Wasserqualitätswerte vorübergehend außer Betrieb genommen worden.

Hintergrund der Schließung

Die Schließung wurde notwendig, um die Gesundheit der Badegäste, insbesondere der jüngsten Besucher, zu gewährleisten. Die Mitarbeiter des Eigenbetriebs Pforzheimer Verkehrs- und Bäderbetriebe (EPVB) arbeiten derzeit intensiv an der Behebung der Probleme. Ein genauer Zeitraum für die Wiedereröffnung kann derzeit noch nicht angegeben werden.

Erster Bürgermeister und Bäderdezernent Dirk Büscher äußerte sich dazu: „Es ist ein großes Ärgernis, dass das Kinderplanschbecken erneut geschlossen werden musste. Die Gesundheit unserer Badegäste hat für uns jedoch oberste Priorität. Wir setzen alles daran, das Becken so schnell wie möglich wieder für die Kinder verfügbar zu machen.“

Alternative Angebote

In der Zwischenzeit können Badegäste auf die Nichtschwimmerbereiche im Nagoldbad ausweichen.

Hinweis für Badegäste

Der EPVB bittet alle Badegäste, vor dem Betreten des Wassers zu duschen. Dies hilft, Verunreinigungen wie Sonnencreme und Schweiß zu minimieren und trägt zur Verbesserung der Wasserqualität bei.

Weitere Informationen

Sobald das Kinderplanschbecken wieder geöffnet werden kann, wird umgehend informiert. 

Für aktuelle Informationen und Updates zur Situation besuchen Sie bitte die Website der Stadt Pforzheim oder kontaktieren Sie den EPVB direkt.

Newsflash: Pforzheim und Region

In der südlichen Grünanlage an der Jörg-Ratgeb-Straße in Pforzheim, nahe der Roßbrücke, finden Sie die eindrucksvolle Skulptur des „Knienden Jünglings“. Dieses bedeutende Kulturdenkmal, das ursprünglich von 1918 bis 1945 an der Ecke Hohlstraße/Dillweißerstraße stand, wurde von dem Pforzheimer Bildhauer Emil Bäuerle geschaffen.

Emil Bäuerle, der von 1881 bis 1952 lebte, begann seine künstlerische Ausbildung in Karlsruhe und war später als Lehrer an der Pforzheimer Kunstgewerbeschule tätig. Seine Arbeit als Bildhauer ist besonders durch das Jahr 1917 bis 1918 gekennzeichnet, als er die lebensgroße Statue des „Knienden Jünglings“ erschuf. Die Skulptur war ursprünglich Teil des „Jünglingsbrunnens“, der als Gedenkstätte für die Opfer des Ersten Weltkriegs errichtet wurde und vor der Schwarzwaldschule stand.

Die Figur des „niederknienden Kriegers“ aus Muschelkalk ist eine bewegende Darstellung von Schutzlosigkeit und Trauer. Mit einer Hand, die über den gesenkten Kopf gehalten wird, symbolisiert die Skulptur die Ohnmacht und das Leid der Soldaten des Ersten Weltkriegs. Durch diese Geste der Verletzlichkeit distanziert sich Bäuerle von heroisierenden Darstellungen und verleiht dem Werk den Charakter eines Mahnmals. In der Tradition mahnender Denkmäler, ähnlich den Arbeiten von Käthe Kollwitz und Ernst Barlach, erinnert der „Kniende Jüngling“ an das immense Leid und die Opfer des Krieges.

Heute steht die Skulptur als eindrucksvolles Kulturdenkmal in der Grünanlage und bietet Besuchern eine stille Gelegenheit zur Reflexion über die Vergangenheit und die Schrecken des Krieges.

 

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