Pforzheim (Stadtkreis)(PF)

Baden-Württemberg

Die Bogenbrücke in Dillweißenstein, Pforzheim, ist ein beeindruckendes Beispiel mittelalterlicher Architektur, erbaut zwischen 1853 und 1856 nach den Plänen des Ingenieurs Julius Naeher. Gefertigt aus rotem Sandstein, spannt sie sich mit einer lichten Weite von 35 Metern über die Nagold und verbindet die Belremstraße mit der Felsenstraße.

Diese markante Brücke wurde im Zuge des Ausbaus der Talstraße von Pforzheim nach Hirsau errichtet, um die spektakuläre Flussschleife durch das „Hintere Tal“ abzukürzen. Der Bau erforderte den Durchbruch des Umlaufbergs, wobei der Fels unter der Brücke als verlorene Schalung diente und am Ende weggesprengt wurde.

Unterhalb der Brücke ist noch ein Stück des alten Floßkanals zu sehen. Die Bogenbrücke bietet nicht nur von unten, sondern auch von oben eine sehenswerte Aussicht und ist seit 1948 im Verzeichnis der Baudenkmäler der Stadt Pforzheim eingetragen.

Ein weiteres Highlight ist das historische Flößerhaus „Goldener Anker“, das am Beginn der Brücke thront. Beidseitig führen Treppen von der Hirsauer Straße zur Brücke hoch.

Anreise mit öffentlichen Verkehrsmitteln: Die Bogenbrücke ist gut mit dem ÖPNV erreichbar. Verschiedene Bus- und Bahnlinien fahren Pforzheim an, von wo aus Sie weiter nach Dillweißenstein gelangen können. Die genaue Haltestelle und Anreiseoptionen können über lokale Fahrpläne und Karten eingesehen werden.

Newsflash: Pforzheim und Region

Unwetter im Kreis Calw fordert Feuerwehren zu zahlreichen Einsätzen

KREIS CALW 14.07.2024 - Am Freitagnachmittag wurde der Landkreis Calw von einem schweren Unwetter heimgesucht, das vor allem in den Gemeinden Calw, Althengstett, Bad Liebenzell, Ostelsheim und Neuweiler massive Schäden verursachte. Die Feuerwehren standen im Einsatz, um über 50 Einsatzstellen zu bewältigen, die durch Starkregen, Hagel und Sturmböen entstanden waren. Die Situation war an einigen Orten so extrem, dass sie an einen Wintereinbruch erinnerte.

„Rückstauprobleme aufgrund verstopfter Wasserabflüsse führten dazu, dass Wasser in Gebäude eindrang, darunter auch im Landratsamt und auf überfluteten Straßen“, erklärte Volker Renz, stellvertretender Kreisbrandmeister.

Die Feuerwehr Calw hatte kaum Zeit, den Schock eines morgendlichen Brandeinsatzes im eigenen Feuerwehrmagazin zu verarbeiten, als bereits die ersten Alarme für das Unwetter am Nachmittag eingingen. Über 24 Einsätze mussten die Feuerwehrabteilungen abarbeiten, darunter das Auspumpen von Kellern, die Beseitigung umgestürzter Bäume und die Sicherung überfluteter Straßen.

In Bad Liebenzell rückte die Feuerwehr zur Überlandhilfe aus, wo vor allem durch Hagel beschädigte Dächer und überschwemmte Keller die Einsatzkräfte forderten. Auch in Möttlingen waren Straßen und der Dorfplatz von Überflutungen betroffen, weshalb schnell gehandelt werden musste, um weitere Schäden zu verhindern.

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