Die Fritz-Erler-Schule in Pforzheim ist eine bedeutende Bildungseinrichtung in Baden-Württemberg, die als kaufmännische Berufsschule, Wirtschaftsgymnasium und Wirtschaftsschule fungiert. Sie wurde nach dem Politiker Fritz Erler benannt und zählt mit nahezu 2000 Schülern zu den größten Schulen in Pforzheim und im Enzkreis.
Die Ursprünge der Fritz-Erler-Schule reichen bis ins Jahr 1859 zurück, als der Oberbürgermeister von Pforzheim, Carl Zerrenner, einen Handelskurs an der Gewerbeschule einführte. Die Schule entwickelte sich über die Jahre weiter:
Das aktuelle Gebäude der Fritz-Erler-Schule befindet sich im Stadtteil Brötzingen auf dem ehemaligen Gelände der Wagenhalle der Straßenbahn Pforzheim.
Das Gebäude ist bekannt für seinen verstärkten Einsatz von Glas und umfasst auch eine Schwimm- und Turnhalle. Seit 1997 werden Umweltprojekte verfolgt, darunter die Installation einer Photovoltaikanlage auf dem Dach.
Schulformen:
Das Wirtschaftsgymnasium vermittelt neben wirtschaftswissenschaftlichen Kenntnissen auch eine breite Allgemeinbildung, einschließlich Musik, Kunst, Literatur und Tanz sowie moderne Fremdsprachen wie Französisch, Spanisch und Italienisch.
Ausbildungsberufe:
Der Fritz-Erler-Preis wird jährlich an die besten Absolventen der Schule verliehen. Die Medaille trägt die Inschrift: „Ein Volk braucht die Erkenntnis seiner Geschichte, aber es muss in der Gegenwart und für die Zukunft leben“. Bis 2005 wurde der Preis von Käthe Erler, der Witwe des Politikers, persönlich überreicht.
Die Schule pflegt internationale Partnerschaften, darunter mit Schulen in Lunéville, Vicenza, Gernika und Budapest sowie einer nationalen Partnerschaft mit der Prof.-Dr. Zeigner-Schule in Dresden.
Die Fritz-Erler-Schule war bekannt für den „Erler Beat“, eine große Schülerdisco, die von Mitte der 90er Jahre bis zur Jahrtausendwende in der Stadthalle Pforzheim stattfand und bis zu 2500 Besucher anzog.
Im Fach Übungsfirma arbeiten Schüler praktisch und führen kaufmännische Tätigkeiten aus, die in einem realen Unternehmen anfallen. Die Übungsfirmen sind durch den Zentralen Übungsfirmenring (ZÜF) vernetzt und arbeiten mit Patenfirmen zusammen, die Schulungen durchführen und Veranstaltungen unterstützen.
Die Schule bietet verschiedene Arbeitsgemeinschaften an, darunter:
Die Fritz-Erler-BigBand, eine Arbeitsgemeinschaft für Lehrer, Schüler und Ehemalige, hat unter anderem für das Kultusministerium Baden-Württemberg und bei Landesgartenschauen gespielt.
Aktueller Schulleiter: Martin Hoffmann
Die Schülerzahl lag im Schuljahr 2011/12 bei 1973.
Die Liste der bekannten Lehrer und ehemaligen Schüler kann auf der Website der Schule oder in einschlägigen Alumni-Datenbanken gefunden werden.
Die Fritz-Erler-Schule stellt sich als bedeutende Bildungseinrichtung in der Region dar und bietet eine Vielzahl an Bildungs- und Weiterbildungsmöglichkeiten für Schüler in verschiedenen wirtschaftlichen und kaufmännischen Bereichen.