Das bundesweite Leuchtturmprojekt "einfach.für.alle – Verbraucherschutz in einfacher Sprache" hat seine Arbeit erfolgreich abgeschlossen und wird nun Informationsmaterial in einfacher Sprache zur Verfügung stellen, um die Alltagskompetenz der Verbraucher zu stärken.
Der Minister für Ernährung, Ländlichen Raum und Verbraucherschutz, Peter Hauk, betonte bei der Abschlussveranstaltung am 29. August 2024 die Bedeutung dieses Projekts für eine inklusive Verbraucherschutzkultur. Er erklärte, dass das Ziel darin besteht, allen Bürgerinnen und Bürgern, unabhängig von ihrer Bildungsgeschichte, den Zugang zu Bildungsangeboten über ihre Verbraucherrechte zu ermöglichen.
Im Rahmen des einjährigen Projekts wurden über 200 Teilnehmerinnen und Teilnehmer in Grundbildungskursen befragt, um die relevantesten verbraucherrechtlichen Themen zu identifizieren. Online-Shopping wurde als besonders relevant erachtet, weshalb die Technische Akademie Schwäbisch Gmünd in Zusammenarbeit mit der Verbraucherzentrale Baden-Württemberg Informationsmaterialien und Schulungsmodule zu diesem Thema in Einfache Sprache entwickelte. Die Inhalte wurden sowohl von der Verbraucherzentrale als auch von den Teilnehmern der Grundbildungskurse geprüft, um die Rechtssicherheit und Verständlichkeit sicherzustellen.
Die Technische Akademie Schwäbisch Gmünd, die seit 2012 im Bereich Grundbildung und Alphabetisierung von Erwachsenen tätig ist, konnte durch dieses Projekt das Thema Verbraucherschutz in die Grundbildungsarbeit integrieren. Michael Nanz, Geschäftsführer der Technischen Akademie, betonte die Bedeutung dieser Kooperation für die Grundbildung und Einfache Sprache.
In Deutschland gibt es etwa 6,2 Millionen Menschen, die nicht ausreichend literalisiert sind, und weitere 17 Millionen Menschen, die von Einfacher Sprache profitieren können. Die entwickelten Materialien werden ab September auf der digitalen Grundbildungsplattform DIGIalpha des Landes Baden-Württemberg und in den Außenstellen der Verbraucherzentralen kostenlos zur Verfügung stehen. Das Projekt wurde vom Ministerium für Ernährung, Ländlichen Raum und Verbraucherschutz mit 75.155 Euro gefördert.