Pforzheim (Stadtkreis)(PF)

Baden-Württemberg

Der Skulpturenweg Seehaus-Pforzheim ist ein einzigartiges Projekt, das Kunst und Natur in einer harmonischen Weise verbindet. Gelegen in der malerischen Umgebung von Pforzheim in Baden-Württemberg, bietet der Weg eine beeindruckende Outdoor-Galerie, die Besucher auf eine Entdeckungsreise durch zeitgenössische Skulpturen und die atemberaubende Landschaft führt.

Der Skulpturenweg wurde im Jahr 2000 ins Leben gerufen, als die erste Skulptur von Bildhauer Edgar Müller aufgestellt wurde. Er erstreckt sich über eine Strecke von vier Kilometern und beginnt am Seehaus, wo eine Vielzahl von Skulpturen entlang eines Naturpfades präsentiert wird. Die Entstehung des Skulpturenwegs ist das Ergebnis eines Bildhauersymposiums auf der Seehauswiese, bei dem 20 Skulpturen von verschiedenen Künstlern geschaffen wurden. Der Weg wird durch eine Kombination aus staatlichen, kommunalen und privaten Geldern unterstützt.

Die Sammlung des Skulpturenwegs umfasst Werke von namhaften Künstlern wie Edgar Müller, Giorgio di Monte Lupo, Josef Bücheler, Hans Michael Franke, Heiner Hepp, Gert Riel, Armin Göhringer, Angela M. Flaig, Marlies Obier, Alf Setzer, Sibylle Szukala, Franz Bulander, Enztalschnitzer und Stefan Faas. Einige der bemerkenswerten Kunstwerke entlang des Wegs sind "Palast der Winde", "Seewächter 2", "Steinraster", "Stahlstele", "Stele", "Zeitzeugen", "Landschaft", "Halbsäule" und "Fächer".

Besucher des Skulpturenwegs können eine faszinierende Sammlung zeitgenössischer Kunst erleben und dabei die reizvolle Naturkulisse genießen, die diesen einzigartigen Kunstpfad umgibt. Der Weg bietet nicht nur eine künstlerische Erfahrung, sondern auch die Möglichkeit, die malerische Landschaft rund um Pforzheim zu erkunden und zu genießen.

 
 
 
 

Newsflash: Pforzheim und Region

Das DDR-Museum Pforzheim wurde 1998 gegründet. Es bietet einen umfassenden Überblick über das Leben in der Deutschen Demokratischen Republik (DDR) und die Geschichte des ostdeutschen Staates.

Geschichte

Das Museum wurde von Klaus Knabe († 2012) initiiert, der 1961 zusammen mit seiner Frau kurz vor dem Bau der Berliner Mauer in den Westen übergesiedelt war. Auf einem Dachboden sammelte Knabe verschiedene Alltagsgegenstände und DDR-Objekte, darunter Grenzsteine, Gefängnistüren und Stasi-Gegenstände. Als die Stadt Pforzheim ihm den ehemaligen Kindergarten der französischen Garnison zur Verfügung stellte, konnte er seine Sammlung ausstellen.

Zusammen mit Freunden und Wissenschaftlern entwickelte Knabe ein Konzept, das ein umfassendes Bild der DDR vermittelt. Neben der Sammlung von Alltagsgegenständen wird auch ein historischer Überblick über die Nachkriegszeit und die 40 Jahre DDR-Geschichte gegeben. Das Museum bietet einen nahezu vollständigen Einblick in diese Zeit.

Das Museum wird vom Verein „Gegen das Vergessen e.V.“ unterstützt, der Ehrenamtliche und Zeitzeugen für Führungen und andere Aktivitäten einsetzt. 2012 wurde unter Knabes Anregung die Stiftung „Lernort Demokratie“ gegründet, die von der bundesweiten Stiftung „Gegen Vergessen – Für Demokratie“ gefördert wird.

Ausstellungselemente

Erdgeschoss:

  • Geographie der DDR: Darstellung der geografischen und politischen Rahmenbedingungen.
  • Zusammenbruch und Zerstörung des Deutschen Reiches: Historischer Kontext des Nachkriegsdeutschlands.
  • DDR-Geschichte: Besondere Schwerpunkte auf den 1950er-Jahren und die friedliche Revolution.
  • Alltagsleben: Sammlung von Gegenständen wie Medaillen, Geräten, Hausbüchern und Kindergartenwagen.
  • Westdeutsche Plakatesammlung zur DDR: Plakate aus Westdeutschland, die die DDR thematisieren.

1. Stock:

  • Berlin: Die Mauer und die Grenzziehung um die Westsektoren.
  • Grenzanlagen: Exponate zu den verschiedenen Grenzanlagen der DDR.
  • Stasi-Raum: Ausgestattet mit vielen Akten und Materialien der Staatssicherheit.
  • Jugend: Darstellung von Kindergarten, Pionierzeit und FDJ (Freie Deutsche Jugend).
  • Sport und Medien: Aspekte des Sports und der Medienberichterstattung in der DDR.
  • Revolutionäre Bewegungen: Informationen zu den Ereignissen von 1953 und 1989/90.

Keller:

  • Gefängnistüren: Türen aus verschiedenen DDR-Haftanstalten.
  • Verhörraum und Gefängniszelle: Nachbildung eines Verhörraums und einer Gefängniszelle.
  • Geschichten von Zeitzeugen: Aufzeichnungen von Zeitzeugen, die im Museum mitgearbeitet haben.

Das gesamte Gebäude ist mit Parolen und Bannern aus der DDR-Zeit geschmückt, wie etwa „Von der Sowjetunion lernen heißt siegen lernen“ und Flaggen von „sozialistischen Wettbewerben“.

 

Besucher Statistik

Heute: 517
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