„Vom Steinbruch ins Atelier“: Interdisziplinäre Einblicke in die Gesteinssammlung von Karl Wilhelm Nose

Das im Juli 2024 innerhalb der Reihe Laborberichte des VDG Weimar erschienene Buch „Vom Steinbruch ins Atelier“ dokumentiert die Ergebnisse eines interdisziplinären Kooperationsprojekts, das sich mit der Gesteinssammlung des Bonner Arztes und Naturforschers Karl Wilhelm Nose im Museum für Naturkunde Berlin beschäftigt. Dieses Projekt wurde vom Museum für Naturkunde Berlin zusammen mit dem Temporären Objektlabor, dem Exzellenzcluster Bild Wissen Gestaltung und dem Hermann von Helmholtz-Zentrum für Kulturtechnik der Humboldt-Universität zu Berlin durchgeführt.

Hintergrund des Projekts

Ziel des Kooperationsprojekts war es, im Rahmen des Zukunftsplanes des Museums für Naturkunde Berlin interdisziplinäre und partizipative Wissenschaftsformate zu ermöglichen und offene Informationsstrukturen zu entwickeln. Dabei wurde der Fokus auf die umfangreiche Sammlung vulkanischer Gesteine der Eifel und des Siebengebirges gelegt, die Nose der Berliner Universität im Jahr 1814 schenkte. Diese Sammlung umfasst 1105 Proben und wird heute im Museum für Naturkunde Berlin aufbewahrt.

Interdisziplinäre Bearbeitung

Die Nose-Sammlung wurde von einem interdisziplinären Team bestehend aus dem Mineralogen und wissenschaftlichen Leiter der Mineralogischen Sammlung, Ralf Thomas Schmitt, der Historikerin Angela Strauß und dem Künstler Oliver Thie untersucht. Durch die Zusammenarbeit dieser verschiedenen wissenschaftlichen Disziplinen konnten zahlreiche neue Erkenntnisse über die Gesteinsproben gewonnen werden, die die Sichtweise und Kenntnisse der einzelnen Fachbereiche erheblich erweiterten.

Inhalt des Buches

Das Buch „Vom Steinbruch ins Atelier“ fasst die Ergebnisse dieser interdisziplinären Forschung zusammen und enthält mehrere bedeutende Beiträge:

  1. Die Mineralogische Sammlung des Museums für Naturkunde Berlin im Wandel der Zeit von Ralf Thomas Schmitt:

    • Schmitt erläutert die Grundbegriffe geowissenschaftlicher Sammlungsobjekte, die Geschichte und Struktur der Mineralogischen Sammlung sowie die Relevanz der Sammlung.
    • Besonders hervorgehoben werden die Originalproben von Sanidin und Nosean, die Nose entdeckt und erstmals beschrieben hat.
  2. Vom Siebengebirge an die Spree – Die Musealisierung einer mineralogischen Privatsammlung von Angela Strauß:

    • Strauß beschreibt die Provenienzgeschichte der Nose-Sammlung und gibt Einblicke in die Biographie von Karl Wilhelm Nose.
    • Sie betont Noses Bemühungen, eine Logik der Natur zu erschaffen und seine Anerkennung durch prominente Zeitgenossen wie Johann Wolfgang von Goethe.
  3. Naturtreue, Formprinzip und Charakterstudie – Gesteine und Mineralien in künstlerischer Forschung und Praxis von Felix Sattler:

    • Sattler ordnet die künstlerische Forschung von Oliver Thie kunsthistorisch ein und untersucht die Wechselwirkung zwischen Gesteinen, Mineralen und der Kunst.
    • Er beleuchtet die naturalistischen Zeichenstudien und die daraus resultierenden künstlerischen Forschungen, die neue und manchmal herausfordernde Erkenntnisse für die Wissenschaft liefern.

Fazit

Das Buch „Vom Steinbruch ins Atelier“ zeigt, wie interdisziplinäre Zusammenarbeit neue Einblicke und Erkenntnisse in die Wissenschaft bringen kann. Es dokumentiert nicht nur die wissenschaftliche Bedeutung der Nose-Sammlung, sondern auch die künstlerische Auseinandersetzung mit den Objekten, die zur Erweiterung des Verständnisses dieser wertvollen Gesteinsproben beiträgt.

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