Wichtiger Hinweis zum Jakobskreuzkraut im Rhein-Sieg-Kreis

Rhein-Sieg-Kreis  – Das Jakobskreuzkraut blüht in diesem Jahr besonders intensiv und verbreitet sich stark. Jörg Bambeck, Leiter des Amtes für Umwelt- und Naturschutz des Rhein-Sieg-Kreises, warnt vor den Gefahren für Weidetiere: „Besonders Pferde, aber auch Rinder, Schafe und Ziegen sollten keinesfalls auf Weideflächen gehalten werden, die mit Jakobskreuzkraut bewachsen sind.“

Wichtige Maßnahmen zur Bekämpfung

Um das Jakobskreuzkraut von Weideflächen fernzuhalten, sind folgende Pflegemaßnahmen unerlässlich:

  • Konsequentes Ausstechen erster einwandernder Pflanzen
  • Regelmäßige Mahd
  • Frühzeitige Einsaat von Rasensamen in lückige Bestände

Eine dichte, geschlossene Grasnarbe schützt vor der Ausbreitung des Jakobskreuzkrauts, das besonders für Pferde und Rinder giftig ist. Die Verantwortung für die Bekämpfung liegt beim Bewirtschafter oder der Bewirtschafterin der Weidefläche.

Verbreitung und Gefahren

Jakobskreuzkraut ist in Feldrändern, auf Wiesen, Ackerbrachen und in anderen Gras- und Staudenfluren weit verbreitet. Die Pflanze bevorzugt mäßig frische bis wechselfrische, nährstoff- und basenreiche Lehm- und Sandböden. Ihre Samen sind für die Windausbreitung geeignet und haften auch an landwirtschaftlichen Maschinen, Verkehrsmitteln, Kleidung sowie Fell und Federn, was die Verbreitung begünstigt.

Keine Gefahr durch Berührung

Die Sorge, sich durch bloßes Berühren der Pflanze zu vergiften, insbesondere Kinder, die auf Wiesen mit Jakobskreuzkraut spielen, ist unbegründet. Jakobskreuzkraut selbst ist nicht giftig; gefährlich sind die Stoffwechselprodukte, die beim Verdauen der Pflanze in den Körper der Weidetiere gelangen.

Ökologische Bedeutung

Jakobskreuzkraut ist eine heimische Pflanze mit wichtiger ökologischer Funktion. Sie dient als Futterpflanze und Pollenspender für viele Insekten und Schmetterlinge. Daher sollte sie nicht flächendeckend entfernt werden. Sie kann mit anderen heimischen Pflanzen wie Johanniskraut, Ferkelkraut und Rainfarn verwechselt werden. Typische Merkmale sind ein dicker Stempel in der Mitte der Blüte und viele kleine, gelbe Blütenblätter. Die Blätter sind im ersten Jahr dicht und ungefiedert, im zweiten Jahr ähneln sie einer zerzausten Feder.

Weitere Informationen

Für detaillierte Informationen besuchen Sie bitte die Webseite der Landwirtschaftskammer NRW: Vorsicht vor dem Jakobskreuzkraut

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