Am Sonntag, den 1. September, nahm Oberbürgermeister Thomas Kufen am Tag der offenen Kirchen-Tür der Freikirche der Siebenten-Tags-Adventisten in Essen teil. Kufen zeigte sich begeistert von den Einblicken, die ihm bei seinem Rundgang über das Gelände gewährt wurden. Er lobte das soziale Engagement der Gemeinde, die sich aktiv um bedürftige Bürger*innen kümmert, etwa durch eine Kleiderkammer, Unterstützung bei Behördengängen, Bewerbungen und der Arbeitssuche.
„Ich freue mich sehr, heute hier zu sein und viele interessante Gespräche geführt zu haben. Besonders beeindruckt mich Ihr Engagement für soziale Belange, das einen festen Bestandteil Ihres Glaubens- und Gemeindelebens darstellt. Im Namen der Stadt Essen danke ich Ihnen dafür“, sagte Kufen.
Der Tag bot den Besucher*innen die Gelegenheit, sich über die vielfältigen Aktivitäten und sozialen Einrichtungen der Gemeinde zu informieren. An verschiedenen Ständen konnten sie sich über Themen wie Gottesdienst, Diakonie, Kinderdiakonie, Gesundheit, Pfadfinderarbeit, Charity, Frauenarbeit und Bücher austauschen.
Die Freikirche der Siebenten-Tags-Adventisten, die konservativ-evangelikal geprägt ist, entstand aus den eschatologischen Erwartungen des 19. Jahrhunderts, die in der Miller-Bewegung ihren Ausdruck fanden. Die formelle Gründung der Kirche fand 1863 statt. Die Bewegung, die ursprünglich den 22. Oktober 1844 als Datum für die Wiederkunft Christi errechnet hatte, zerfiel nach dem Ausbleiben dieses Ereignisses in verschiedene Gruppierungen. Eine dieser Gruppen führte den siebten Tag als Sabbat ein und wurde später zur Kirche der Siebenten-Tags-Adventisten. Diese erkennen allein die Bibel als inspiriertes Wort Gottes an.
Die Essener Adventgemeinde wurde im November 1897 gegründet und pflegt ein aktives Gemeindeleben durch Bibelstudium, Gebete, Predigten, regelmäßige Treffen und musikalische Beiträge. Darüber hinaus engagiert sich die Gemeinde in verschiedenen sozialen Bereichen.